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Einfach erklärt

Alltagsbegleitung: Unterstützung im täglichen Leben

Unterstützung dort, wo Hilfe gebraucht wird – damit Menschen so lange wie möglich selbstbestimmt zuhause leben können. Ohne Zeitdruck, dafür mit Herz und Struktur.

Für wen ist Alltagsbegleitung gedacht?

Seniorin genießt ihren Alltag

Für Senioren mit Pflegegrad

Selbstständig bleiben im eigenen Zuhause

Viele ältere Menschen mit Pflegegrad möchten so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung leben – und das ist auch gut so! Allerdings werden alltägliche Dinge wie Einkaufen, Arztbesuche oder soziale Kontakte mit der Zeit schwieriger.

Genau hier setzt unsere Alltagsbegleitung an: Wir helfen dabei, die kleinen und großen Herausforderungen des Alltags zu meistern, damit ein selbstbestimmtes Leben zuhause möglich bleibt. Das kann der Gang zur Bank sein, die Begleitung zum Friseur oder einfach ein Spaziergang im Park.

Das Wichtigste: Diese Unterstützung ist keine "Pflege", sondern echte Lebenshilfe – und wird von der Pflegekasse über den Entlastungsbetrag (§45b SGB XI) finanziert.
Unterstützung bei Einschränkungen

Für Menschen mit Einschränkungen

Struktur und Sicherheit im Alltag

Ob nach einem Schlaganfall, bei chronischen Erkrankungen, Demenz oder psychischen Belastungen – manchmal braucht es jemanden, der da ist. Nicht als Pflegekraft, sondern als verlässliche Begleitung, die Sicherheit gibt und dabei hilft, den Tag zu strukturieren.

Vielleicht fällt die Orientierung schwer, vielleicht fehlt die Energie für Termine, oder die Angst, allein das Haus zu verlassen, wird größer. Unsere Alltagsbegleiter kennen diese Situationen und wissen, wie man einfühlsam unterstützt – ohne zu bevormunden.

Das Ziel: Mehr Teilhabe, mehr Selbstvertrauen, mehr Lebensfreude.
Angehörige werden entlastet

Für Angehörige zur Entlastung

Durchatmen dürfen – ohne schlechtes Gewissen

Dieser Punkt ist uns besonders wichtig, denn oft vergessen pflegende Angehörige sich selbst. Wer täglich für einen nahestehenden Menschen da ist, stößt irgendwann an seine Grenzen – körperlich wie emotional.

Unsere Alltagsbegleitung schafft Freiräume:

  • Zeit für sich selbst: Ein Nachmittag für eigene Erledigungen, Sport oder einfach mal Ruhe.
  • Entlastung im Kopf: Das gute Gefühl, dass jemand Erfahrenes sich kümmert.
  • Keine Verhandlungen: Professionelle Hilfe ohne das Gefühl, jemandem zur Last zu fallen.
Pflegende Angehörige sind das Rückgrat der Versorgung – aber auch Sie brauchen Pausen. Nutzen Sie den Entlastungsbetrag dafür.

Zusammengefasst: Alltagsbegleitung ist für alle da, die Unterstützung brauchen – egal ob direkt Betroffene oder deren Angehörige.

Bereit für den ersten Schritt? Rufen Sie uns an – wir klären gemeinsam, wie wir Sie am besten unterstützen können:

0221 / 759 858 71

Leistungsumfang

Was gehört dazu – und was nicht?

Alltagsbegleitung nach §45b SGB XI hat einen klaren rechtlichen Rahmen. Unser Fokus liegt auf sozialer Teilhabe, Struktur und Lebensqualität – nicht auf medizinischer Versorgung.

Das gehört dazu

Begleitung zu Terminen & Ärzten

Sicherheit bei Wegen zum Hausarzt, zur Physio oder zur Bank – zu Fuß, mit Öffis oder im Auto.

Gemeinsame Einkäufe

Wir gehen mit Ihnen einkaufen und tragen die Taschen. Wir machen es mit Ihnen, nicht für Sie.

Spaziergänge & Ausflüge

Teilhabe am Leben: Ein Besuch im Café, im Park oder Museum – wir begleiten Sie sicher.

Gesellschaft & Zuhören

Zeit für Gespräche und ein offenes Ohr – ohne Zeitdruck. Gegen Einsamkeit im Alter.

Struktur im Alltag

Hilfe bei der Tagesplanung und Sicherheit durch einen festen Rhythmus (besonders bei Demenz).

Leichte Haushaltstätigkeiten

Gemeinsames Kochen oder Abwaschen im sozialen Kontext. Integration in den Alltag.

Das gehört nicht dazu

Grundpflege

Waschen, Duschen, Anziehen – das ist Aufgabe der Pflegedienste. Wir vermitteln gerne weiter.

Medizinische Versorgung

Spritzen, Verbände oder Medikamente richten erledigen examinierte Pflegekräfte oder Ärzte.

Schwere Reinigungsarbeiten

Fensterputzen oder Großreinemachen gehören nicht dazu. Dafür gibt es spezialisierte Hilfen.

Rund-um-die-Uhr-Betreuung

Wir bieten stundenweise Begleitung. Bei höherem Bedarf beraten wir zu anderen Lösungen.

Wichtig für die Planung:
Die Alltagsbegleitung ergänzt die Pflege, ersetzt sie aber nicht. So stellen wir sicher, dass Sie in allen Lebensbereichen optimal versorgt sind.

Bedeutung & Wert

Einsamkeit und Überforderung kommen schleichend

Alltagsbegleitung ist weit mehr als praktische Hilfe – sie ist der Anker, wenn der Alltag zur Last wird.

Einsame Person am Fenster
Für Betroffene

Wenn der Alltag zur Last wird

Es beginnt oft unbemerkt: Der Weg zum Supermarkt wird anstrengender, Freunde meldet man seltener. Die Unsicherheit wird größer als die Lust rauszugehen.

Die Spirale durchbrechen: Einsamkeit kann krank machen. Wir verwandeln ein "Das schaffe ich nicht mehr" wieder in ein gemeinsames "Los geht's".

Aus dem Wocheneinkauf wird wieder ein Ausflug mit sozialer Komponente, der Struktur und Freude bringt.

Entlastete Angehörige
Für Angehörige

Wenn die Kraft ausgeht

Pflegende funktionieren oft jahrelang – bis der Körper streikt. Schlafmangel und ständige Sorge summieren sich schleichend.

Mut zur Pause: Wer sich selbst aufgibt, kann für andere nicht mehr da sein. Begleitung ist notwendige Prävention für Ihre eigene Gesundheit.

Wir schaffen Freiräume, damit Sie selbst wieder Kraft tanken können – ganz ohne schlechtes Gewissen.

Der richtige Zeitpunkt: Bevor medizinische Pflege nötig wird

Alltagsbegleitung ist Prävention. Sie setzt ein, bevor die Situation eskaliert. Wir verhindern Stürze, erhalten Mobilität und geben Struktur, bevor kleine Probleme zu großen Hürden werden.

✓ Sturzprävention
✓ Soziale Kontakte
✓ Demenz-Struktur
✓ Entlastung

Soziale Teilhabe

Statt Isolation: Regelmäßige Gespräche und das Gefühl, nicht vergessen zu sein.

Sicherheit

Jemand ist da, wenn es drauf ankommt – beim Arzttermin, beim Einkauf, im Alltag.

Selbstbestimmung

Wir begleiten, wir bevormunden nicht. Alle Entscheidungen treffen weiterhin Sie.

Entlastung

Angehörige können endlich wieder durchatmen und neue Energie gewinnen.

Der Punkt, an dem wieder Vertrauen entsteht

Es erfordert Mut, jemanden Fremden ins Leben zu lassen. Aber Schritt für Schritt entsteht Vertrauen – wenn jemand kommt, der zuhört, der nicht hetzt und der einfach da ist. Ein Stück Lebensfreude kommt zurück.

Sie möchten mehr darüber erfahren?

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Kosten & Budgets

Wie wird das finanziert?

Die Pflegekasse übernimmt oft einen Großteil der Kosten, wenn ein Pflegegrad vorliegt. Wir helfen Ihnen, die Budgets optimal zu kombinieren.

  • Pflegegrad & Budgets Die wichtigste Grundlage für die Kostenübernahme. Ab Pflegegrad 1 stehen Ihnen monatliche Budgets zur Verfügung, die speziell für Entlastungsleistungen vorgesehen sind.
  • Entlastungsbetrag Fast jedem Versicherten mit Pflegegrad stehen monatlich 131 € (Entlastungsbetrag nach §45b SGB XI) zur Verfügung. Dieses Budget verfällt erst nach Monaten und kann perfekt für Alltagsbegleitung genutzt werden.
  • Umwandlung (40%) Wenn Sie den Pflegesachleistungsbetrag nicht voll ausschöpfen, können bis zu 40 % davon unkompliziert in Entlastungsleistungen umgewandelt werden – das schafft enorme Spielräume.
  • Privatzahler Natürlich ist auch eine private Finanzierung möglich, falls kein Pflegegrad vorliegt. Privat getragene Kosten können oft steuerlich als haushaltsnahe Dienstleistung geltend gemacht werden (sprechen Sie dazu am besten mit Ihrem Steuerberater).
Unsere Finanzierung-Detailseite → Zum Pflegegradrechner

Abgrenzung zum Pflegedienst

Wie unterscheidet sich das von Pflege?

Zwei unterschiedliche Ansätze – beide wichtig, aber mit anderem Fokus. Viele Menschen verwechseln Alltagsbegleitung mit einem Pflegedienst oder denken, das eine ersetzt das andere. Dabei ergänzen sich beide Bereiche – sie haben nur völlig unterschiedliche Aufgaben und Ziele.

Pflegedienst Alltagsbegleitung
Fokus: Körper & medizinische Versorgung Fokus: Leben, Teilhabe & Struktur
Behandelt gesundheitliche Einschränkungen Ermöglicht trotz Einschränkungen ein erfülltes Leben
Versorgt den Körper Stärkt das soziale Umfeld und die Lebensqualität
Arbeitet nach medizinischem Plan Orientiert sich an Ihren individuellen Bedürfnissen

Ein Pflegedienst kommt, wenn...

  • körperliche Grundpflege nötig ist (Waschen, Anziehen, Lagern)
  • medizinische Versorgung erfolgen muss (Medikamente stellen, Spritzen, Wundversorgung)
  • ein ärztlicher Auftrag vorliegt
Dauer: Oft 15–30 Minuten, klar getaktet, funktional
Ziel: Gesundheitliche Versorgung sicherstellen

Alltagsbegleitung kommt, wenn...

  • Sie nicht allein zum Arzt gehen möchten
  • der Einkauf alleine zu anstrengend wird
  • Sie sich einsam fühlen und jemanden zum Reden brauchen
  • Struktur im Alltag fehlt und Sie Unterstützung brauchen
  • Angehörige eine Pause brauchen, ohne dass "Pflege" nötig ist
Dauer: Flexibel, oft mehrere Stunden, in Ihrem Tempo
Ziel: Lebensqualität, soziale Teilhabe, Entlastung
Unterschiede verstehen
Sichtweise: Rechtlich

Klarer gesetzlicher Auftrag

Pflegeleistungen dürfen nur von examinierten Fachkräften erbracht werden. Alltagsbegleitung nach §45b SGB XI ist bewusst keine Pflege – und das ist auch gut so, denn sie hat einen völlig anderen Auftrag und eine andere Finanzierungslogik.

Sichtweise: Menschlich

Raum für echte Begegnung

Während ein Pflegedienst oft unter massivem Zeitdruck arbeiten muss, haben unsere Alltagsbegleiter Raum für Gespräche, für Langsamkeit und für echte menschliche Bindung. Wir schauen auf den Menschen, nicht nur auf die Diagnose.

Sichtweise: Finanziell

Parallel möglich

Beide Leistungen werden über unterschiedliche "Töpfe" der Pflegekasse finanziert. Sie schließen sich nicht aus – im Gegenteil: Sie können parallel in Anspruch genommen werden und ergänzen sich ideal.

Das Beste aus beiden Welten

In vielen Fällen macht die Kombination aus beidem Sinn

Vormittags: Pflegedienst Der Pflegedienst übernimmt morgens die Grundpflege und die medizinische Versorgung.
Nachmittags: Lotus Alltagsbegleitung Wir kommen für einen gemeinsamen Spaziergang, Gesellschaft und die Strukturierung Ihres Tages.

Pflege versorgt den Körper. Alltagsbegleitung bereichert das Leben.

Sie sind unsicher, was in Ihrer Situation die richtige Unterstützung ist?

Rufen Sie uns an – wir beraten Sie ehrlich und vermitteln Sie auch gerne an vertrauenswürdige Pflegedienste weiter, falls Pflege die bessere Wahl ist.

0221 / 759 858 71

Einfacher Start

Wie läuft das bei euch konkret ab?

In drei Schritten zu mehr Lebensqualität.

1

Unverbindliches Erstgespräch

Wir lernen uns persönlich kennen (telefonisch oder vor Ort) und besprechen Ihre individuelle Situation ganz ohne Zeitdruck.

2

Bedarf & Finanzierung klären

Wir schauen gemeinsam, welche Budgets der Pflegekasse zur Verfügung stehen und wie wir diese optimal für Sie nutzen können.

3

Passende Begleitung & Start

Wir wählen eine feste Bezugsperson aus unserem Team aus, die menschlich zu Ihnen passt. Dann legen wir gemeinsam los.

Unser Betreuungsprozess

Standorte

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Alltagsbegleitung in Dormagen

Spezialisierte Unterstützung im gesamten Dormagener Stadtgebiet.